Jeunesse - Musikalische Jugend Österreichs
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Jeunesse Programm
8.3. | O/Modernt Kammarorkester | H. Ticciati
15.2. | Quetsch'n'Vibes
23.+24.2. | Bilder einer Ausstellung

Mut zum Risiko!

(c) Sarah Wijzenbeek

Das junge niederländische Delta Klaviertrio gastiert für drei Tage im Arnold Schönberg Center – mit einem Workshop zu Schönbergs »Verklärte Nacht« und zwei spannenden Konzerten u. a. mit Beethovens »Geistertrio« und Lera Auerbachs »Tryptich – The Mirror with Three Faces«. Im Interview mit Albert Seitlinger sprechen Irene Enzlin, Vera Kooper und Gerard Spronk über das gemeinsame Musizieren, Mut und »blindes Verstehen«.

 

Was macht für euch die Faszination von Kammermusik aus?
Die ständige Interaktion zwischen uns, die jeden Auftritt frisch und lebendig hält.

 

Wie wichtig ist im Klaviertrio das Verhältnis der Instrumente zueinander?
Im Klaviertrio geht es um die Unterschiede zwischen den Instrumenten, da es zwei Streichinstrumente und ein perkussives Piano gibt. Die unterschiedlichen Klangeigenschaften der Instrumente bieten unbegrenzte Möglichkeiten.

 

Wie entsteht der vielfach gepriesene persönliche Klang eures Klaviertrios?
Wir kommen alle aus unterschiedlichen Spieltraditionen. Das bedeutet, dass wir normalerweise nicht aus derselben Perspektive starten. Nach fünf Jahren haben wir gelernt, eine Einheit zu werden, ohne die Zugänge der anderen zur Musik zu kompromittieren. Die verschiedenen Meinungen sind jedoch so unterschiedlich geblieben, wie sie es immer waren.

 

Kammermusik erfordert eine besonders unmittelbare Art der Kommunikation. Wie wichtig sind dabei Intuition, langjähriges Zusammenspiel oder „blindes Verstehen“?
Intuition und blindes Verstehen sind alles, was wir haben, wenn wir auf dem Podium sind. Ohne diese Momente gibt es keine Kammermusik. Das war bei uns vom Anfang an so, dass wir uns darin gefunden haben. Nach fünf Jahren ist es vielleicht einfacher, daran zu glauben und sich zu trauen, damit zu spielen.

 

Wie entstehen bei euch Programme bzw. Programmideen? Worauf legt ihr dabei besonders Wert?
Das ist sehr unterschiedlich. Irene hat die Tendenz, sich sehr in Stücke zu verlieben, und sehr hartnäckig zu sein, wenn sie diese in ein Programm aufnehmen will. Aber letztendlich ist es eine Entscheidung, die wir zu dritt treffen. Immer wieder ist es schön, eher unbekannte Werke zu suchen und manchmal auch zu finden, und sie in Gleichgewicht mit »Standards« erklingen zu lassen.

 

Ihr pflegt ein besonders intensives Verhältnis zur Komponistin Lera Auerbach. Was kann man von Komponistinnen und Komponisten für die Interpretation ihrer Werke lernen? Welche Inputs sind dabei am wertvollsten?
Wie Auerbach selber sagt: »Ich bin nicht länger daran interessiert, noch eine brave Interpretation zu hören. Gebt mir Rauheit, Risikobereitschaft, auch Vulgarität. Aber seid nicht bloß brav. Wir Komponistinnen und Komponisten legen unser ganzes Herzblut in die Musik. Das wenigste, was Interpreten tun können ist, ihre sicheren Schilder abzulegen.« (aus Lera Auerbach: »The excess of being«, Arch Street Press, 2015) Das hat uns eigentlich auch bei Beethoven und
Schönberg geholfen.

 

 

 

TERMINE:

 

22. + 23.01.2019 | Dienstag | 19:30 Uhr | Wien | Arnold Schönberg Center 

Delta Klaviertrio
Gerard Spronk, Violine
Irene Enzlin, Violoncello
Vera Kooper, Klavier

Ludwig van Beethoven Klaviertrio D-Dur op. 70/1 »Geistertrio«
Lera Auerbach Tryptich - The Mirror with Three Faces / Klaviertrio Nr. 2 (2012)
Arnold Schönberg Verklärte Nacht op. 4 (Bearbeitung für Klaviertrio: Eduard Steuermann)

 

 

 

21.01.2019 | Montag | 18:00 Uhr | Wien | Arnold Schönberg Center
Mitten im Klang | In einer verklärten Nacht

Auf den Spuren von Arnold Schönbergs erstem großen Werk, dem Streichsextett »Verklärte Nacht«

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Mo 04.03.2019 | 20.00 | Wien

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Di 19.02.2019 | 19.30 | Wien

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