Jeunesse - Musikalische Jugend Österreichs
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13.+14.11. | Julia Hagen | Annika Treutler
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Cello, Wind & Fire

(c) Neda Navaee

Julia Hagen, Featured Artist der Jeunesse 2018|19 im Jeunesse-Interview mit Albert Seitlinger

 

Die junge Salzburger Cellistin Julia Hagen ist Preisträgerin namhafter internationaler Wettbewerbe, u. a. der International Cello Competition Benedetto Mazzacurati 2016 in Turin, und war 2014 bis 2016 Mitglied der »Classe d’excéllence« von Gautier Capuçon. In der Saison 2018|19 ist sie »Featured Artist der Jeunesse«. Im November spielt sie in Wien mit der aufstrebenden deutschen Pianistin Annika Treutler Cellosonaten von Brahms, Debussy und Schostakowitsch sowie Beethovens Variationen über ein Thema aus der »Zauberflöte«. Im Interview mit Albert Seitlinger erzählt Julia Hagen über ihre Leidenschaft für das Cello, ihr besonderes Instrument und Faible für die asiatische Küche und Musik von Pop und Jazz bis Funk.


Wann und wie bist du auf das Violoncello gekommen?
Da ich in einer Musikerfamilie aufgewachsen bin, war es für mich ganz natürlich, von Musik und Instrumenten umgeben zu sein. Meine zwei älteren Geschwister haben Klavier und Geige gelernt und ab und zu mit meinem Vater (dem Cellisten Clemens Hagen, Anm.) Klaviertrios gespielt. Schon da hat mich das Cello immer angezogen. Ich hatte auch einen sehr spielerischen Zugang zum Instrument: Beim Verstecken-Spielen war der Cellokasten mein Lieblingsort.

 

Wann und wie hast du realisiert, dass du Musik zum Beruf machen willst?
Als ich mit zwölf Jahren an die Universität Mozarteum Salzburg gekommen bin, hatte ich Unterricht bei einem jungen italienischen Professor: Enrico Bronzi. Der hat so viel Leidenschaft und Begeisterung für das Cello, aber auch generell für die Musik versprüht. Da ist mir tatsächlich als Zwölfjährige klar geworden, dass ich mein Hobby zum Beruf machen will.

 

Was macht für dich das Besondere am Violoncello aus?
Ich liebe am Cello seine unglaublich menschliche Klangfarbe. Deswegen berührt es mich von allen Instrumenten wohl auch am meisten. Es kann menschliche Emotionen ohne Worte so schön zum Klingen bringen.


Du hast zwischen 2014 und 2016 an der »Classe d’Excellence de Violoncelle« von Gautier Capuçon teilgenommen. Was kann man von solch besonderen Meisterkursen »mitnehmen«?
Gautier Capuçons Meisterkurs war etwas ganz Besonderes! Er war den ganzen Tag am Unterrichten, hat uns am Abend zu sich nach Hause eingeladen und uns unglaubliche Workshops und Reisen ermöglicht. Selbst jetzt, drei Jahre nach dem Abschluss meines Meisterkurses, kann ich ihn jederzeit um Rat fragen. Er hat mir in einer nicht ganz so leichten Zeit viel Kraft und Selbstbewusstsein zurückgegeben. Dafür werde ich ihm für immer dankbar sein!

 

Du spielst auf einem Violoncello von Francesco Ruggieri (Cremona, 1684), welches dir privat zur Verfügung gestellt wird. Was fasziniert dich an diesem Instrument?
Ich habe wahnsinniges Glück, dass ich seit drei Jahren dieses wunderschöne Cello spielen darf. Als ich das Cello zum ersten Mal in den Händen gehalten habe, habe ich mich sofort in seine speziellen Klangfarben verliebt und gemerkt, dass es auch sehr gut zu mir passt. Es hat einen unfassbar strahlenden, klaren Klang, mit dem man gefühlt eine endlose Anzahl an Obertönen erzeugen kann. Das gibt einem das Gefühl, klanglich alle Möglichkeiten zu haben.


Welche Art des Musizierens macht dir am meisten Freude: Solorepertoire, Kammermusik, Solokonzerte …?
Kammermusik macht mir wirklich sehr viel Spaß, egal in welcher Form: ob im Duo, Trio, Quartett, Sextett … Es ist so schön, mit anderen Musikerinnen und Musikern das zu teilen, was einen selbst antreibt und ausmacht.

 

Was machst du, wenn du nicht Cello spielst?
Seit ich in Berlin lebe, gehe ich wahnsinnig gerne asiatisch essen, weil es dort wirklich an jeder Ecke gute asiatische Restaurants gibt. Außerdem: selber kochen und backen, mit Freunden auf einen Gin Tonic gehen, mit meinem Hund durch Salzburg spazieren, in der Natur die Ruhe genießen, Musik hören oder auch einfach mal einen Tag völlig ausspannen.

 

Hörst du in der Freizeit auch Musik?
Wenn man meine Spotify Playlist sehen könnte, würde man merken, dass ich wirklich alles komplett durchgemischt höre! Da findet man Künstler wie Earth, Wind & Fire, Adele, Kygo, Avicii, Bruno Mars, aber auch Django Reinhardt, Giora Feidman, Louis Armstrong und Ella Fitzgerald. Klassik höre ich in meiner Freizeit auch, aber deutlich weniger. Ich kann sie nicht so nebenbei hören, weil ich immer konzentriert zuhören will.

 

 

 

TERMINE:

 

Samstag | 22.09.2018 | 14.00 Uhr

Brotfabrik Wien | Ankersaal | Absberggasse 27 | 1100 Wien
Julia Hagen, Violoncello, Featured Artist 2018/19
Eivind Berg, Klavier

 

 

 

Sonntag | 23.09.2018 | 19.30 Uhr

ORF RadioKulturhaus | Großer Sendesaal | Argentinierstraße 30a | 1040 Wien
Eivind Berg, Orgel
Julia Hagen, Violoncello, Featured Artist 2018/19
Eva Teimel, Präsentation
J. P. E. Hartmann: Sonate g-Moll op. 58 für Orgel
Joseph Rheinberger: Abendlied (Drei geistliche Gesänge op. 69)
César Franck: Pièce heroique h-Moll M 37
Sofia Gubaidulina: In Croce für Violoncello und Orgel
Max Bruch: Kol Nidre / Adagio über hebräische Melodien op. 47 (Bearbeitung für
Violoncello und Orgel von Heinrich Reimann)
Otto Olsson: Präludium und Fuge dis-Moll op. 56

 

 

 

Dienstag + Mittwoch | 13+14.11.2018 | 19.30 Uhr

Brick-5 | Veranstaltungssaal | Herklotzgasse 21 | 1150 Wien
Annika Treutler, Klavier
Julia Hagen, Violoncello, Featured Artist 2018/19
Claude Debussy: Sonate d-Moll für Violoncello und Klavier
Dmitri Schostakowitsch: Sonate d-Moll op. 40 für Violoncello und Klavier
Ludwig van Beethoven: Sieben Variationen Es-Dur über »Bei Männern, welche Liebe fühlen«
aus Mozarts »Die Zauberflöte« WoO 46 für Violoncello und Klavier
Johannes Brahms: Sonate F-Dur op. 99 für Violoncello und Klavier

 

 

 

Donnerstag | 06.06.2019 | 19.30 Uhr

Musikverein Wien | Brahms-Saal | Musikvereinsplatz 1 | 1010 Wien
Kammerorchester con fuoco
Julia Hagen, Violoncello, Featured Artist 2018/19
Svetoslav Borisov, Dirigent
Franz Schubert: Ouvertüre B-Dur D 470
Joseph Haydn: Konzert für Violoncello und Orchester C-Dur Hob. VIIb:1
Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie D-Dur KV 504 »Prager Symphonie«

 

 

 

JEUNESSE TIPP

Fr 09.11.2018 | 20.00 | Wien

Stephan Crump’s Rhombal


JEUNESSE TIPP

Di 06.11.2018 | 19.30 | Wien

Nejc Kuhar

Kuhar | Giuliani | Turina | Bach

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